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Venus

Die Venus - Siegel des Salomo

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Das 1. Venus-Siegel
Bringt (neue) Freundschaft(en). Am Rand die Engelnamen: Nogahiel, Acheliah, Socodiah (od. Socohiah) und Nangariel.

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Das 2. Venus-Siegel
Um Gnade und Ehre zu erlangen und alle Wünsche des Herzens.

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Das 3. Venus-Siegel
Zieht Liebe, Respekt und Bewunderung an, wenn man es jemandem zeigt. Es  ist Engel Monachiel, der am Tag und zur Stunde der Venus angerufen  werden soll, um 1 Uhr oder um 8 Uhr. Die folgenden Namen sind innerhalb  der Figur geschrieben: IHVH, Adonai, Ruach, Achides, Galmiel, Monachiel und Degaliel. Der Spruch am Rand ist aus Genesis 1, 28: Und Gott  segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch  und füllet die Erde und machet sie euch untertan.

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Das 4. Venus-Siegel
Dies zwingt auf Wunsch jede Person, zu einem zu kommen.

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Das 5. Venus-Siegel
Löst grosse Leidenschaft und Begehren aus, wenn man es anderen zeigt.

Visionen für den Aufstieg in die nächste Dimension – Teil 1

Wie die Bewohner der Venus
den Aufstieg schafften

Als die Menschen von Tythania (Venus) ihre eigene Vergangenheit und die Geschichte
anderer Planeten studierten und analysierten, fanden sie heraus, dass alles gar nicht so chaotisch
ist wie es scheint. Das Leben auf den Planeten folgt natürlichen Gesetzen so sicher wie alles in
der Natur. Das Wachstum eines Planeten und seines Volkes durchläuft natürliche Zyklen und
Zeitalter, genau wie das Wachstum eines Individuums sich stufenweise vollzieht.
Die Venusier erfuhren durch ihre Studien über die Vergangenheit ihres Planeten,
dass er zahllose Zyklen durchlaufen hat. Die Muster waren immer dieselben –
vom Goldenen Zeitalter bis hin zum Eisernen Zeitalter, in dem alles in Zerstörung mündete.
Auch die Erde unterliegt solchen Zyklen. Nicht alle Planeten befinden sich zur selben Zeit im
gleichen Zeitalter. Z.B. trat die Erde erst Mitte Eures letzten Jahrhunderts ins
Eisenzeitalter ein, während die Venus jetzt wieder einen neuen Zyklus im
Goldenen Zeitalter begonnen hat.

Die Geschichte unserer Vergangenheit beginnt am Anfang des letzten Goldenen Zeitalters.
Eigentlich fing die überlieferte Geschichte der Venus mehrere Zyklen vor diesem
Goldenen Zeitalter an, aber meine Erinnerungen reichen nur bis dahin zurück.

Die Geschichte der Venus ist farbig und aufregend, aber so ist wohl die Geschichte
jedes Planeten, einschließlich derer der Erde. Der wahre Wert dieser
Geschichte liegt wahrscheinlich in der Tatsache, dass unsere Vergangenheit der euren so beeindruckend ähnlich ist. Wir hatten einst dieselben Probleme, die die Erde heute plagen. Wir hatten Kriege, verfallene Städte, Straßenkriminalität, moralischen Verfall, Ausbeutung und Sinnlosigkeit im Alltag unserer Bürger. Die Art, wie die Venusier diese Berge von Problemen und die Periode der Hoffnungslosigkeit und der Zweifel überwanden, wird euch auf der Erde für die kommende Zeit ermutigen. Die Geschichte unserer Vergangenheit wird auch erklären, wie die Venus dazu kam, den einzigartigen Platz einzunehmen, den sie heute in eurem physischen Universum darstellt.

Das letzte Goldene Zeitalter der Venus war eine sehr friedvolle und ausgeglichene Zeit. Viel Zeit wurde in Gärten investiert, und die meisten Bedürfnisse wurden aus der reichhaltigen natürlichen Umgebung gestillt. Gemüse und Früchte wuchsen im Überfluss in dem tropischen Klima. Kurz vor dem Ende dieses Zeitalters kam eine kritische Periode, als sich für eine Reihe von Jahren die Wasserdampfhülle des Planeten verminderte und sich häufig Trockenheitsperioden und Dürren über das ganze Land ausbreiteten. Die Sonne war in dieser Zeit besonders heiß, bis sich eine schwerere Wolkendecke entwickelte. In einigen Regionen grassierte eine merkwürdige Seuche, die den mysteriösen Strahlen der Sonne zugeschrieben wurden. All dies beängstigte die Menschen, bis sie in einer Massenhysterie überall auf dem Planeten die Dörfer verließen und unterirdische Kolonien gründeten. Fast ein Jahrhundert lang wagte sich niemand nach oben, denn dies hätte unter den feindlichen Strahlen der sengenden Sonne den sicheren Tod bedeutet.

In dieser Ära war die Venus technisch bereits entwickelt genug, das Leben unter der Oberfläche annehmbar zu gestalten. Die Kolonien waren meistens flächig angeordnet und so niedrig, dass man sich nur zu Fuß fortbewegen konnte. Kleine Wasserkraftgeneratoren, die an unterirdische Ströme angeschlossen wurden, und einfache Sonnenkraftwandler lieferten Energie. Sie wurde sparsam für Licht und Belüftung verwendet, um Nahrung anzubauen, zu konservieren und zu kochen. Die Leute hatten kein Fernsehen, kein Radio und keinerlei andere elektrische Geräte, weil die Energie knapp war. Das Leben unter der Oberfläche war primitiv aber annehmbar, und die Menschen waren froh, dass sie überhaupt lebten.

Obwohl dieser Zustand weniger als ein Jahrhundert andauerte, war es dennoch für alle Menschen eine lange Zeit. Sie betraf mehrere Generationen. Es gab viele Familien, in denen Eltern und Großeltern bereits unterirdisch gelebt hatten und auch dort geboren worden waren. Die jüngeren Familien waren diejenigen, die an der Reise zurück an die Oberfläche teilnahmen. Die Furcht vor der Sonne stammte ja nicht aus ihrer eigenen Erfahrung, sondern aus der älteren Generation. Nun kam es den jungen Leuten vor, als sei es vielleicht nur ein Aberglaube der Alten gewesen, der die Venusier unter die Oberfläche getrieben hatte.

Doch auch mit dem Verdacht, dass die Angst vor der Sonne dumm und primitiv war, wagte sich zunächst niemand heraus, um nachzusehen, ob es wahr sei. Und dann wurde jemand mit dem Auftrag geboren, die Menschen hinaufzuführen. Sein Name war Zadrian, und er wurde später sehr bekannt. Zadrian schockierte seine Familie und seine Freunde, indem er seine Kolonie verließ und an die Oberfläche ging, um zu beweisen, dass der Aufenthalt dort nicht zum Tode führte und das Leben unter der Oberfläche närrisch und unnötig sei. Er lebte so lange auf der Oberfläche, dass jeder dachte, er sei tot. Doch eines Tages kehrte er sehr lebendig und offensichtlich bei bester Gesundheit zurück. Er hatte einen schönen, strahlenden Teint bekommen und brachte Gemüse mit, das unter der Sonne gewachsen war.

Es gab in dieser Zeit keine Kommunikation zwischen den einzelnen Kolonien, und so begann Zadrian, mit seinen mutigeren Anhängern viel zu reisen, um den Menschen zu zeigen, wie gut die Sonne wirklich war. Er war in vieler Hinsicht wie Christus. Die Menschen kehrten schließlich zur Oberfläche zurück, weil sie gemerkt hatten, dass er Recht hatte.

Zadrian war in diesem Zeitalter einer der ersten geistigen Führer der Venus. Nachdem die Venusier zur Oberfläche zurückgeführt worden waren, übernahm er im Leben der Menschen die Rolle eines spirituellen Meisters. Vieles von dem Wissen, das er über den Schöpfer und das Universum lehrte, bildete den Anfang ihrer Gesetze der Höchsten Gottheit. Zadrian lehrte die Menschen, dass sie keine menschengemachten Gesetze benötigten, sondern vielmehr die Gesetze des Schöpfers. Eines dieser Prinzipien, die er lehrte, forderte, dem Boden alles zurückzugeben, was man ihm entnommen hatte. Ein anderes lehrte, jedes Individuum als Seele statt als Persönlichkeit in einem Körper zu betrachten. Das dritte bestand darin, niemanden zu verdammen, ehe man nicht selbst dessen Erfahrung gemacht hatte.

Durch die Zyklen der Zeitalter hinweg erblühten die Zivilisationen und vergingen wieder, Wissenschaften entwickelten sich, brachen zusammen oder wurden mit den Zivilisationen zerstört. Als das wissenschaftliche Know-how wuchs, wurde die Bindung an das geistige Gesetz schwächer und schwächer, und das Leben wurde immer negativer. Unter den Menschen entwickelten sich Spaltungen und Kriege, so schrecklich, wie sie die Erde in modernen Zeiten noch nicht gesehen hat. Die Ausbeutung der unteren Klassen wurde so intensiv, dass diese keine andere Wahl hatten, als eine Revolution von planetarischen Ausmaßen zu planen.

Die Venus besaß eine einheitliche Rasse von hellhäutigen Menschen, so dass es niemals Rassenvorurteile und –konflikte gab, auch keine nationalen Konflikte. Tatsächlich hatten sich damals auf der Venus keine Nationen ausgebildet. Jede größere Stadt war das Zentrum einer Region. Kriege wurden meistens zwischen einzelnen Städten oder Stadtbünden ausgetragen. Obwohl es über Tausende von Jahren hinweg mehrere Versuche gab, eine planetarische Regierung zu bilden, scheiterten sie. Meistens wurden sie durch die ständigen Konflikte zwischen diesen Stadt-Staaten zunichte gemacht, die jeden Ansatz zu einem einheitlichen Regierungssystem vereitelten.

Die Kriege, die die Venusier plagten, wurden durch die verschiedenen Haltungen der Menschen ausgelöst, und natürlich, wie auf der Erde, durch Machtgier. Weil es keine Staaten gab, waren die Kriege viel begrenzter als auf der Erde. Die machthabenden Gruppierungen einer Stadt waren nie damit zufrieden, ihre eigene Stadt und Region zu beherrschen, und immer wieder gelang es ihnen, als Vorspiel einer Kriegserklärung einen Konflikt mit den benachbarten Stadtstaaten zu schüren.

Die Venus entwickelte schnell höchst fortschrittliche Formen von Energie und Technologie. Kurz nachdem die Menschen wieder an die Oberfläche zurückgekehrt waren, entdeckten sie die Magnet- und Sonnenkraft. Zadrian selbst spielte eine große Rolle dabei, sein Volk zum Kontakt mit Nachbarplaneten zu motivieren, und nach einer kurzen Zeit meisterten die Venusier die Raumfahrt. Atomenergie und Nuklearbomben waren eine Folgeerscheinung des Wachstums auf dem Planeten. Aus der Verzweiflung heraus hatten einige Städte diese Waffen gegeneinander angewandt, riesige Areale ihres wundervollen Landes wurden zerstört.

Die Venus wurde schließlich von einer kleinen Gruppe wohlhabender Leute regiert. Genau die gleiche Situation haben wir heute auf der Erde. Für diese kleine Elitegruppe war das Leben ein Spiel; Gewinner war der, der die längste Zeit das meiste Geld und die meisten Menschen kontrollieren konnte. Die Schachfiguren waren natürlich die riesige Mehrheit derer, die den unteren Gesellschaftsschichten angehörten.

Ein Blick in eine venusische Stadt der Vergangenheit gibt uns ein besseres Bild dieser traurigen Zeiten. Insgesamt waren die Städte wunderbar entwickelt, aber Straßen, Gebäude, Parks, alles wurde auf einer Reihe unterschiedlicher Stockwerke angelegt. Die arme, ungebildete Arbeiterschicht lebte auf der untersten Ebene, die vergleichbar war mit den schlimmsten Slums der Erde, weil sie so dunkel und trist war. Nur selten konnte das Sonnenlicht bis zu den untersten Etagen durchdringen. Im Laufe der Zeit verschlechterte sich das Leben für die unglücklichen Massen in jeder Hinsicht. Kleine Revolutionen waren seit Jahren immer wieder versucht worden, aber keine war erfolgreich, weil die Menschen unabsichtlich weiter das Spiel mitspielten, das die herrschenden Klassen mit ihnen trieben.

Eine stille Revolution der Arbeiterklasse in jeder Stadt des Planeten gleichzeitig wurde schließlich als einziger Ausweg erkannt. Die Menschen waren ihres Schicksals überdrüssig und gelobten, dass auch sie kein Recht hätten, andere zu beherrschen, wenn sie mit ihrem geheimen Plan erfolgreich sein würden. Aber ihre Pläne sollten viele Jahre harter Arbeit und Opfer für die große Sache kosten. Eine planetarische Bewegung kann sich eben nicht über Nacht entwickeln.

Die Arbeiterklasse begann eifrig, die Regierungen mit Leuten zu unterwandern, die ihrer Sache loyal gegenüber standen und denen man vertrauen konnte. Ihre Hoffnung bestand darin, ihre selbst ausgesuchten politischen Führer in die höchsten Ämter zu wählen, Individuen, die sich von der Macht abwenden und das Volk in die Freiheit führen würden. Es dauerte sehr lange, die richtigen Kandidaten aufzustellen und sie in vielen verschiedenen Kampagnen auf ihrem Weg in die höchsten Ämter zu unterstützen.

Schließlich kam der Tag, an dem genügend Schlüsselpersonen gewählt worden waren, der Tag, auf den alle ungeduldig gewartet hatten und der in der Geschichte schlicht „der Anfang“ genannt wird. An diesem unvergesslichen Tag schafften die angesehensten Führer der Venus die Regierung und die Militärkräfte ab, während die Menschen in den Städten all ihr Geld auf die Straßen und in die Mülleimer warfen oder es freudig verbrannten. An diesem ersten glorreichen Tag zogen die Leute überall scharenweise aus den Städten, nahmen nur ihre Sachen, Lebensmittel und die Saat für den Anbau mit. Für immer verließen sie ihre verkommenen Städte, ihre Habe, ihre Häuser, ihre Fahrzeuge und alles, was für die alte Lebensart stand.

Ihre Absichten waren einfach – nämlich aufs Land zu ziehen, wo jeder einzelne für sich selbst arbeiten und für sich und seine Familie sorgen würde. Die Entschlossenheit dieser Menschen, ihr Mut und ihr Vertrauen, mit dem sie die Sicherheit ihrer Häuser für ein unsicheres neues Leben aufgaben, war bemerkenswert. Viele Leute zögerten natürlich zu gehen, weil sie an ihren täglichen Gewohnheiten hingen. Gleichzeitig wurde ihnen klar, dass sie kaum in den verwüsteten Städten bleiben konnten.

Die Reichen und Mächtigen waren nun in einer schlechten Lage. Statt irgendeine Art sozialer Struktur aufrecht  zu  erhalten  und  sich um eine Umverteilung des Reichtums und der Macht zu bemühen, hatte sich die Unterschicht vom alten Lebensstil komplett abgewendet, ohne Absicht zurückzukehren. Sie schuf ihr eigenes neues Spiel, das die Mächtigen nicht spielen konnten und auch nicht wollten. Über Nacht hatte die Oberschicht der Venus alles verloren.

In der ganzen venusischen Geschichte hat kein Tag das Gesicht des Planeten so komplett und dramatisch verändert wie dieser. „Der Anfang“ brachte die Venus auf den Weg, eine astrale Zivilisation und ein wichtiges Zentrum eures physischen Universums zu werden. Bis dahin hatten Kriege, Revolutionen und Staatsstreiche die Macht nur verlagert. Eine Gruppe von Machtsuchern ersetzte die nächste und ließ den allgemeinen Lebenswandel und das politische und wirtschaftliche System unverändert. Aber nun war alles anders.

Das Bewusstsein der Menschen selbst hatte sich verändert und sich über einen langen Zeitraum hin gesteigert. Indem das Volk der Venus den materiellen Annehmlichkeiten und dem sicheren, etablierten Weg den Rücken  kehrte, bewies es eine Transformation seiner grundlegenden Haltung und seines Verständnisses. Die Gier und die Bindung an die Materie nahmen ab.

Die oberen Klassen wurden alleingelassen. Ohne ergebene Massen und ohne Regierungsorgane waren sie raus aus dem Geschäft. Ohne Fabriken und ohne Dienstleistungen waren die Mächtigen so arm wie alle anderen. Ohne Angestellte und große Märkte scheiterte das Business. Alles veränderte sich drastisch, als die meisten Menschen zur einfacheren Selbstversorgung übergingen und ihr angesammeltes technologisches Wissen und die Produktionsmittel mitnahmen.

Die Städte waren fast völlig verlassen. Obwohl einige Abtrünnige versuchten, ihre eigenen Kolonien zu gründen, waren sie viel zu wenige, und die Kolonien wurden wieder aufgegeben. Die verbleibende Oberklasse einschließlich der besiegten Führer wusste, was zu tun war. Diese Leute entschlossen sich, den Planeten zu verlassen.

Der Plan bestand darin, einen passenden Planeten zu kolonisieren, und natürlich waren sie froh, dass die Erde ein solch üppiger grüner Ort war, der außerdem nicht allzu weit weg lag. Bald schafften Raumschiffe die ersten der venusischen Aristokraten zur Erde, Menschen, die nicht länger in der umgewandelten venusischen Gesellschaft leben konnten. Andere Planeten taten es gleich und wanderten später ebenfalls zur Erde aus. So stellen die Menschen auf der Erde heute eine Mischung aus den aristokratischen Abtrünnigen von der Venus dar und den friedlichen Bewohnern jener Kolonien, die später  hier errichtet wurden, wie die atlantische, die lemurische, die aztekische usw.

Das venusische Volk, dessen Vision von einem besseren Leben es aufs Land führte, erwartete eine schwierige Zeit. In vieler Hinsicht glich es den Pionieren, die Amerika besiedelten und große Not in Kauf nehmen mussten, um die Lebensart zu erreichen, die sie suchten. Was diese Menschen durchmachten, unterschied sich nur wenig von einem normalen Wachstumszyklus, der auch anderen Planeten geläufig ist. Während der primitiven Anfänge lebten die Leute sehr einfach auf dem Land, wo sie die nötige Nahrung anbauten und sich um ihre eigenen Bedürfnisse kümmerten.

Dann fand eine Art spezialisierter Industrialisierung statt, die das Leben komplexer und wieder negativer machte. Als schließlich die neue Technologie weiter entwickelt worden war, kehrten die Menschen aufs Land zurück, ohne dabei wieder ins Primitive abzugleiten. Die natürlichere Technologie und die natürliche Lebensart führten schließlich zu einer fortschrittlicheren, individuelleren technischen Kreativität als die komplexe, künstliche Technologie, die die Erde heute hat.

Durch ihre Revolution entgingen die Venusier einem Leben mit wenig oder gar keiner Freiheit. All ihre Lebenszeit einem Unternehmer zu opfern, war nichts anderes als eine Form von Sklaverei, wie sie feststellten, und es war weder sinnvoll noch erfüllend. Die Wirtschaft war so spezialisiert, dass nur wenige eine Befriedigung aus ihrem Beruf ziehen konnten. Und es gab auch keine große Auswahl bei der Art von Arbeit, die man bekommen konnte. Das lag an den Ausbildungsrichtlinien, die die Gesellschaft aufgestellt hatte. Die meisten aus den ärmeren Schichten konnten entweder den Richtlinien nicht genügen, oder sie erhielten nie eine ihren Fähigkeiten entsprechende Arbeit. Es waren so viele menschengemachte Gesetze geschaffen worden, dass das geistige Gesetz so wenig bekannt war wie heute auf der Erde. Das Leben erschien wie ein Meer von Geboten und Verboten, in dem die Menschen wie Treibholz ziellos hin und her geworfen wurden.

im neuen Leben kämpfte jede Familie in erster Linie für sich selbst, indem sie eine Parzelle Land bewirtschaftete, gerade groß genug, um ihre eigenen Nahrungsbedürfnisse zu stillen. Zunächst wurde eine Art Tauschhandel praktiziert, weil einige zwangsläufig manche Dinge besser machen konnten als andere. Noch nahm man sich vor, die Spezialisierung auf einem Minimum zu halten und für Unabhängigkeit zu kämpfen. Es wurden Schulungen abgehalten, die jedem die grundlegenden Sachkenntnisse vermittelten, so dass nach einer Weile jede Familie in der Lage war, den Großteil ihrer eigenen Bedürfnisse selbst zu decken. Innerhalb eines Jahrzehnts hatten sich unabhängige Dörfer über den ganzen Planeten ausgebreitet.

Genügend Nahrung zu erzeugen war wahrscheinlich die größte Schwierigkeit. Jede Familie war stark damit beschäftigt, zu lernen, das Land produktiv ohne Dünger oder chemische Mittel zu kultivieren. Das Getreide wuchs in den ersten Jahren nicht immer so gut, und selbst venusische Technologie konnte Hungersnöte nicht lindern. Für größere Dorfprojekte schlossen sich die Männer zu Arbeitsgemeinschaften zusammen. Hier gab es Werkzeuge und Anlagen, um kleine Luftfahrzeuge und andere Apparate zu bauen, für die sie ihr Wissen und ihre Kraft vereinen mussten. Fertigungsstraßen und Manufakturen durften nicht mehr entstehen. Selbst die Raumschiffe wurden individuell von einem einzelnen oder von wenigen Leuten konstruiert. Schließlich bauten computerisierte Maschinen ein Raumschiff automatisch. Physische Arbeit wurde in der neuen Lebensweise nicht verachtet, weil die kreative Arbeit jedem einzelnen ein Gefühl der Erfüllung vermittelte. Jede Familie hatte ihr eigenes Haus selbst oder im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft gebaut, in der alles Nötige hergestellt wurde. Auf jeder Ebene des Lebens war das Individuum äußerst wichtig, weit wichtiger als die modernen Annehmlichkeiten, die die Menschen aufgegeben hatten, um der Sklaverei zu entgehen. Niemals wurde eine einzelne Handlungsmaxime zur Richtlinie erhoben, weil dies immer zu Konflikten zu führen schien und persönliche Individualität nicht förderte.

Das neue Leben auf der Venus war so anders als das frühere, dass es leicht ein ganzes Buch füllen würde, es ausgiebig zu beschreiben. Als wichtigster Gedanke ist festzuhalten, dass diese neue Lebensart nur das höhere Bewusstsein der Menschen wiederspiegelte. Es kann niemandem aufgezwungen werden, der nicht dazu bereit ist.

Niemand besaß Land oder bezahlte Steuern in der neuen venusischen Gesellschaft. Wenn eine Familie umziehen wollte, ließ sie ihr Haus und ihr Land für eine andere Familie zurück. Es wurde nie wieder eine Zentralregierung errichtet, weil sie nur fruchtbaren Boden für Machtgier und menschengemachte Gesetze geschaffen hätte. Es wurden auch keine Gesetze erlassen, keine Polizeiwachen benötigt oder Geld gedruckt. Zu dieser Zeit gab es auf der Venus keine Form von Währung.

Ich weiß, dass ein Großteil des Erfolges des neuen Lebens auf der Venus vom Verständnis und den gelebten universellen Gesetzen der Höchsten Gottheit herrührte. Es gab weniger Gier, Zorn, Eitelkeit und Bindung an materielle Dinge als je zuvor. Das Selbstverständnis jedes einzelnen als unsterbliche Seele und das Wissen, viele Male zu leben, trug viel zu einem ruhigen, ausgeglichenen Leben bei. Das Bewusstsein, dass der Aufenthalt in der physischen Welt nur zeitlich begrenzt ist, ließ es einfach absurd erscheinen, für Besitztümer oder mehr Land zu kämpfen. Stattdessen wurde freudig geteilt, wenn eine Familie fand, sie sei mit mehr materiellen Dingen gesegnet als eine andere. Die persönliche Einstellung zu diesen Dingen hatte sich lange vor jenem Tag des „Anfangs“ geändert, aber die tradierten Strukturen und Gesellschaftssysteme hatten die Menschen zurückgehalten.

Das Leben in den venusischen Dörfern nach dem „Anfang“ war niemals primitiv, nur einfach und natürlich.  Die  fortschrittlichsten Technologien  existierten  bereits  und mussten  nur  verfeinert und angewendet werden, wie der Gebrauch von Sonnen- und Magnetkraft für alle Energiebedürfnisse. Scheibenförmige Flugmaschinen mit all ihren hervorragenden Fähigkeiten wurden für die Erforschung des Alls eingesetzt. Es gab Kommunikationsgeräte, die Daten aus entlegenen Regionen sammelten und sogar fremde Sprachen in unsere planetarische Sprache übersetzten. Der Bergbau wurde durch Werkzeuge perfektioniert, die die Bodenschätze magnetisch an die Oberfläche beförderten. Dies ist nur ein Beispiel für die Technologie, über die alle verfügten. Unser technisches Wachstum kam nicht zum Stillstand, sondern wurde mehr zum Diener als zum Meister.

Die größte Herausforderung wurde die Erforschung des Weltraums, um immer mehr über dieses große Universum zu lernen. Aber Weltraumfahrt war in unserem Fall nicht wenigen Wissenschaftlern und Astronauten vorbehalten. Die Neutralisierung der Schwerkraft durch die venusischen Raumschiffe ermöglichte jedem einzelnen Menschen die Weltraumfahrt. Es entstand eine Kommunikation zwischen den Planeten, und Freundschaften oder Bruderschaften entwickelten sich, um allen zu helfen, die Geheimnisse des Universums zu ergründen. Die Raumfahrt erweiterte auf der physischen Ebene den Horizont unseres Volkes gewaltig. Dies trug in den Jahrhunderten, bevor das Leben des Planeten astral wurde, viel zu unserem Wachstum bei.

Durch Beobachtung der Gesetze der höchsten Gottheit wurde die geistige Entfaltung größer als je zuvor. Mehr und mehr lernten die Individuen, allein durch Willenskraft Ebenen jenseits der physischen zu besuchen, was im Leben jedes einzelnen einen großen Einschnitt bedeutete. Sie wurden sich mehr und mehr ihrer Identität als Seele bewusst und damit des begrenzten Raumes, den die physische Ebene im Seelenleben einnimmt. Dieser hohe Bewusstseinszustand der Venusier führte zu einer sehr positiven Lebenshaltung, als der Planet in sein jüngstes Eisenzeitalter eintrat. Statt aber äußerst negativ wurden jetzt die Lebensschwingungen so positiv, dass sie den Planeten auf eine andere Ebene hoben. Als dies geschah, wurde die Venus ein ganz besonderer Planet. Unsere Hauptstadt Retz ist noch immer die Hauptstadt unseres neuen Universums.

Die Venusier erwachten nicht plötzlich eines Tages auf der Astralebene. Der Übergang geschah stufenweise und sehr allmählich, und er erstreckte sich über mehrere Jahre. Ich muss Euch daran erinnern, dass alles, was ich über die Vergangenheit der Venus sagte, vor Millionen von Jahren stattfand und hier stark zusammengefasst ist.

Als die Menschen geistig weiter wuchsen, lebten sie immer weniger für die physische Welt und ihr physisches Vergnügen. Die Kommunikation erfolgte immer mehr auf geistigem Wege, und das Bewusstsein der Menschen erreichte mehr und mehr das Niveau der Astralebene. Spirituell und technologisch erlangten die Venusier ein Verständnis, bei dem sie die Kontrolle über Leben und Tod in ihren eigenen Händen fühlten. Als sich ihr Bewusstsein immer mehr den astralen Ebenen anpasste, empfanden sie nicht mehr dieselbe Bindung an ihren physischen Körper und dessen Dichte. Schließlich beschlossen die ersten Tythanier hinüberzugehen, ihren physischen Körper aufzugeben und ihr Leben auf der astralen Dichteebene fortzusetzen. In diesem Prozess, bei dem die Zivilisation eine Dimension höher stieg, blieb das Volk der Venus weiterhin das Volk der Venus. Die Rasse erlosch nicht, und die Menschen hatten nach der Transformation die gleiche Form und die gleiche Erscheinung wie vorher. Erinnert Euch, dass der Astralkörper ein exaktes Duplikat der physischen Form ist, nur weniger dicht und von dauerhafterer Form.

Die Kultur blieb dieselbe wie vorher. Die Menschen behielten ihre Gewohnheiten, ihre Sitten, die Denkart, den Kleidungsstil, die Architektur und die Sprache bei. Die Städte und Landschaften waren genauso wie sie sie auf der physischen Ebene zurückgelassen hatten, nur strahlender und schöner. Meine eigene Stadt Teutonia existierte in der astralen Wirklichkeit, wie alles andere auch, als exaktes Gegenstück der physischen. Unsere Freundschaft und unser Kontakt mit den anderen physischen Planeten ging weiter, und unser Interesse an der Erde blieb, von kleinen Veränderungen abgesehen, bestehen. Wir lernten, unsere Verdichtungsstufe zu kontrollieren.

Obwohl es schien, als ob das venusische Volk verschwunden war, nachdem es die physische Ebene verlassen hatte, setzte es sein Leben lediglich freiwillig auf der Astralebene der Venus fort.

aus: „Ich kam von der Venus“, Omnec Onec, Myrddin-Verlag (erschienen in LICHTSPRACHE Nr. 27, Mrz. 2005)

 


 

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